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Kinder und Jugendliche in Notfallsituationen - Websites und Dokumente zum Thema "Krisenintervention in der Schule"


Notfallsituationen in der Schule sind für alle Beteiligten mit besonderen Belastungen verbunden. Dennoch machen sich viele über Handlungsmöglichkeiten in entsprechenden Situationen erst Gedanken, wenn Schülerinnen und Schüler von Situationen wie Unfällen, Krankheiten, Tod und Suizid von Elternteilen, Geschwistern oder nahen Angehörigen betroffen sind. Bei der Organisation und Zuständigkeit für eine psychologische Notfallhilfe bleiben Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen in der Regel auf sich allein gestellt, so dass vieles improvisiert oder dem Zufall überlassen wird.

Um handlungsfähig zu bleiben sind Internetangebote, die der Frage nachgehen, was dann in einer Schule getan werden kann, ausgesprochen hilfreich. Sie geben Anregungen und sollten dazu genutzt werden, vor dem Eintreten von Notfallsituationen konzeptionell über Kriseninterventionsprogramme nachzudenken. Im folgenden sollen einige Angebote beschrieben werden, die Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Hinweise zur „Ersten Hilfe für die Seele“ geben und geeignet sind, eigene Strategien im Vorfeld zu entwickeln.


Hilfen für den Umgang mit plötzlichen Todesfällen in der Schule - Eine Arbeitshilfe
Das Bistum Eichstätt hat auf seinen Internetseiten eine Arbeitshilfe für den Umgang mit plötzlichen Todesfällen in der Schule zur Verfügung gestellt. Auf der Seite "www.bistum-eichstaett.de/schulpastoral/todesfall/main.html" kann die Arbeitshilfe als Word- und PDF-Datei heruntergeladen werden.


Krisenseelsorge im Schulbereich
Eine Orientierungshilfe zum Umgang mit traumatischen Ereignissen im Bereich der Schule wurde von Katrin Weidemann und M. Christine Heider veröffentlicht und kann unter der Adresse „www.notfallseelsorge.de/bug137online.pdf“ als PDF-Datei geladen werden. Das Heft enthält neben grundlegenden Informationen über den Umgang mit akuten Belastungssituationen und posttraumatischen Belastungsstörungen, Hinweise für das Gespräch mit der Klasse, Anregungen für Rituale und Tipps zur Verarbeitung eigener Stressreaktionen.


Richtlinien für das Verhalten in der Schule nach einem Todesfall
Kurz und übersichtlich hat Thomas Barkowski Hilfsmittel für den Umgang mit einem Todesfall in der Schule beschrieben. Die Publikation folgt chronologisch einem Krisenereignis und stellt ausgehend von einem Notfallereignis angemessene Handlungsschritte von ersten Informationen, über den Kontakt mit betroffenen Eltern bis hin zur Unterstützung einer Klasse bzw. einzelner Schüler dar. Die Handreichung kann unter der Adresse „www.notfallseelsorge.de/Richtlinien...nach%20Todesfall.doc“ als Word-Datei geladen werden.


Mit Tod und Trauer umgehen
Für alle, die mit trauernden Kindern und Jugendlichen umgehen, hat Thomas Barkowski auf der Internetseite „www.notfallseelsorge.de/gedankenbarkowski.htm“ grundlegende Hinweise und Ratschläge zusammengestellt. Unter den Überschriften „Zeit zu heilen - vier Phasen der Trauer“, „Aus der Entwicklungspsychologie“, „Konsequenzen für den Umgang mit Kindern“, „Der Friedhof - ein Ort, der zum Nachdenken anregt (Arbeitsanregung)“ und „Literatur“ finden Unterrichtende hilfreiche Informationen zum Thema.
Mit einer ähnlichen Intention haben Angelika und Waldemar Pisarski unter dem Titel „Das Sterben ins Leben holen“ Hinweise zum Thema veröffentlicht. Sie können unter der Adresse „www.notfallseelsorge.de/pisarski.htm“ abgerufen werden. Neben grundlegenden Informationen zur kindlichen Trauer geben die Autoren Anregungen und Hinweise zum Umgang mit trauernden Kindern und für die Arbeit mit betroffenen Eltern. Literaturhinweise runden das Angebot ab.



aus der Zeitschrift Loccumer Pelican 3/06    Autor: Dietmar Peter