Klippert Sockeltraining "Kommunikation" der BFI-Klassen vom 12. bis 14. November 2007
| Warum Kommunikationstraining in der Schule? Beim dreitägigen Sockeltraining ging es darum, die kommunikative Kompetenz der SchülerInnen zu fördern. Denn Erfolg in Schule und im späteren Beruf ist wesentlich von zielgerichteter Kommunikation abhängig. Nur wer Gespräche konstruktiv und fair führen kann, erreicht kurz-, mittel- und langfristig die gesteckten Ziele. Die SchülerInnen wurden sensibilisiert, mit ihren Mitschülern konfliktfrei und erfolgreich zu kommunizieren. |
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Nachdenken über Kommunikation Um Defizite aber auch Stärken im eigenen Kommunikationsverhalten zu erkennen, mussten die SchülerInnnen erst einmal in einem Fragebogen angeben, was ihnen bei Gesprächen/Vorträgen leicht bzw. eher schwer fällt. Das Gros der Klasse kam zu dem Ergebnis, dass ein kleiner Vortrag vor der Klasse zu halten oder etwas an der Tafel zu erläutern, den meisten doch eher schwer fällt. Als leicht schätzten die SchülerInnen das aufmerksame Zuhören bei Vorträgen von Mitschülern ein und bei Diskussionen fair und sachlich zu bleiben. Da diese Einschätzung aber oft vom tatsächlichen Unterrichtsverhalten abweicht, wurden Gesprächsregeln erarbeitet, an die sich die Klasse - bestätigt durch die Unterschrift eines jeden Schülers - zukünftig auch halten möchte. |
| Bildkartei Um eine kurze, selbst getextete Geschichte vor der Klasse vorzutragen, wurde den Schülern eine Auswahl von Bildern angeboten. Als Erzählimpuls stellten wir die Frage: "Wie geht ihr mit eurem Geld um?". Jeder suchte sich ein Foto aus und in der 3er-Gruppe wurde eine Kurzgeschichte geschrieben. Die Kleingruppe erprobte dann im Plenum das Vortragen ihrer Geschichte. |
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Rollenspiel
Auch am 2. Trainingstag ging es wiederum um die Frage: "Wie geht ihr mit eurem Geld um?". Im Kugellager waren im Innenkreis die "Sparer" und im Außenkreis die "Shopper" vertreten.
Dabei wurde argumentiert und diskutiert, und zwar reihum mit verschiedenen Diskussionspartnern. Darauf folgte ein Fishbowl, bei dem ein Tandem aus Shopper und Sparer vor dem Publikum
ihre Standpunkte austauschten. Spielerisch wurde die Gesprächskompetenz erprobt und die vorher festgelegten Gesprächsregeln vertieft.
In dem Rollenspiel "Christian/e will ein neues Handy" wurde in einer Familienrunde das faire und konstruktive Gespräch geübt. Gleichzeitig aber auch erprobt, seine Meinung zu vertreten
und eine Lösung zu finden, mit der sich alle Beteiligten arrangieren können. Das Publikum beobachtete die Rollenspieler und bewertete deren Einhaltung von Gesprächsregeln.
Rhetorische Übungen (Stimme, Mimik, Gestik)
Zur Vorbereitung auf einen professionellen Vortrag machten sich die SchülerInnen jeweils zu Experten zu den Themen:
- Klarer Aufbau/Gliederung der Rede!
- Die Stimme lebendig und fesselnd einsetzen!
- Interessant und verständlich reden!
- Durch Mimik/Gestik das Gesagte unterstreichen!
- Durch Sachverstand überzeugen!
In der Stammgruppe tauschten sie sich aus und erstellten zu den Informationen ein Plakat "Tipps für eine gute Rede".
Am dritten Tag war Dichtertalent gefragt. Erst in Partner- und anschließend in Gruppenarbeit brachten die SchülerInnen Tipps zur Vermeidung von Sprechangst in Reimform und trugen Sie vor der Klasse vor.
... gut vorbereitet auf den Vortrag,
am besten schon am Vortag.
... vor mehreren Freunden üben zu sprechen,
aber dabei die Zunge nicht brechen.
Rhetorische Übungen, wie das Vortragen von Werbesprüchen und einem weiteren Gedicht, folgten.
Am Ende des Sockeltrainings hielten alle Schüler - einzeln oder in der Gruppe - eine freie Rede über ein selbst ausgewähltes Thema. Dazu hatten die SchülerInnen sich im Vorfeld Texte und
Materialien besorgt. Die Texte wurden exzerpiert und Spickzettel geschrieben. Die SchülerInnen testeten ihre freie Rede erst einmal gegenüber einem Mitschüler bzw. einer Mitschülerin. Dann überzeugten
sie vor der Klasse durch souveräne Reden zu Themen wie "der Buckingham Palast, mein Musikinstrument, die WM 2006, Straßenkinder, Tanzen, ...".
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Fazit - Schülerbefragung zum Sockeltraining
- Ich fühle mich nun bei Vorträgen sicherer
- es hat mich meiner Klasse näher gebracht
- Ich fand es ein bisschen langweilig, weil alles nur mit Vorträgen zu tun hatte
- Ich habe mir Tipps von anderen angehört und abgeguckt
- das Vortragen der Werbesprüche war toll
- Ich weiß jetzt, wie ich meine Sprechangst überwinden kann
Fotogalerie zu den 3 Tagen






