Einblicke in das Erasmus-Projekt
Kurz vor den Sommerferien diskutierten die Erasmus-Schülerinnen und Schüler der BBS Wirtschaft Trier mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Steier über die EU und informierten ihn über ihre Aktivitäten im Erasmus-Projekt. Im Projekt „Young digital natives discovering and sharing ‚glocal‘ highlights“ steht das Erasmus-Team in regem digitalem Austausch mit Schülerteams an den Partnerschulen in Spanien, Frankreich und Italien und hofft sehnsüchtig darauf, dass die Covid-19-Situation es bald erlauben wird, die Partner auch live kennenzulernen und gemeinsam auf Entdeckungsreise(n) zu fremden Kulturen zu gehen. Hier ein paar Einblicke in die aktuelle Projektarbeit:
- Erasmus kennt kein Corona
- Kommunikation per Webcam, Chat und Video
- Erasmus-Tag an der BBS Wirtschaft Trier






Second-Hand-Europäer und Völkerverständigung. Ein Theaterbesuch!
Falls Sie dachten, die Menschen in den Schwellenländern, wie Kenia und anderen afrikanischen Ländern, seien Second-Hand-Europäer, wie se von manchen Menschen unserer Gesellschaft gesehen werden, dann können wir, die Schüler und Schülerinnen der BBS für Wirtschaft in Trier, aus erster Hand berichten, dass diese Annahme falsch ist.
Nun werden Sie sich sicherlich fragen, wie wir das aus „erster Hand“ wissen können! Das kam so:
Die Theatergruppe „Hope Theatre Nairobi“ aus Kenia führte am 20. Februar 2018 ihr aktuelles Stück „The Fair Trade Play“ in unserer Aula auf, um über eben dieses Missverständnis und weitere Themen rund um Umweltschutz aufzuklären.

Diese sozialpolitische Theatergruppe aus Nairobi besteht aus acht jungen Erwachsenen aus den Armenvierteln Nairobis, denen durch diese Gruppe eine ganz neue Lebensperspektive eröffnet wurde. Gegründet wurde die Gruppe vom österreichischen Regisseur Stefan Bruckmeier, um einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Seit kurzem ist die Gruppe sogar eine eigenständige NGO (Nichtregierungsorganisation; engl. „non-governmental organization“) in Kenia, mit einem rein weiblichen Vorstand, bestehend aus drei jungen Frauen.

Wir fanden, dass das Stück darstellerisch interessant ist, da die persönliche Vorstellung der Mitwirkenden mitten im Publikum erfolgte, wodurch zunächst die vierte Wand zwischen Schauspielern und Publikum durchbrochen wurde. Beim ersten Tanz wurde das Publikum dann auch sogleich in das Stück mit eingebunden. Einige Schüler konnten freiwillig mitmachen und zu den Schauspielern auf die Bühne treten.
Ein wenig störte manche, dass die umweltpolitischen Themen nicht noch stärker vertieft wurden. Aber ganz abgesehen davon können wir behaupten, aus dieser Darbietung, ganz besonders aufgrund der exotischen afrikanischen Tänze, nicht ganz unberührt herausgegangen zu sein. Denn die Themen geben einem durchaus Denkanstöße zu unserem anspruchsvollen Konsumverhalten an Fleisch, Energie und Kleidung. Falls wir zu Hause zum Beispiel noch alte Handys und vor allem Smartphones haben, sollten wir diese aufgrund der in ihnen enthaltenen sehr seltenen Rohstoffe an dafür eingerichtete Stellen abgeben. So können sie recycelt und die Rohstoffe wieder verwendet werden.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Theatergruppe den Zuschauern mit der Aufführung des Stückes ins Gewissen redet und uns vielleicht insoweit beeinflussen kann, dass wir uns möglicherweise in manchen Lebensbereichen mehr Gedanken über unser Verhalten machen und versuchen, uns etwas in unserem Konsum einzuschränken.
Katharina Conrad, Sophia Scheckenbach und Nicolas Poß (Schüler BGY 16c)
Adventsimpulse
vom Grundkurs Religion (BGY18 KAA)
1. Advent: zur Audiodatei ...
2. Advent: zur Audiodatei ...
3. Advent: zur Audiodatei ...
Eigenes Unternehmen und der Traum von Berlin
Das Trierer Schüler-Unternehmen „Sew-Case“ bietet ab sofort ein neues Produkt an. Eine Zwischenbilanz.
Marja-Lena Schmitt ist die Herrin über die Zahlen. Als Finanzchefin kommt ihr bei der ersten Hauptversammlung natürlich eine besondere Verantwortung zu. Aber die Zwölftklässlerin vom Wirtschaftsgymnasium an der BBS für Wirtschaft in Trier bewegt sich souverän durch Zahlen, Daten und Fakten. Die wichtigste Botschaft an die zahlreich anwesenden Anteilseigner des Schüler-Unternehmens „Sew-Case“: Alle Zahlen sind schwarz, die aktuelle Rendite beläuft sich auf 7,8 Prozent – es läuft rund.

Seit dem Start des Schuljahrs ist „Sew-Case“ am Markt, Schmitt und zwölf weitere Mitschüler nehmen am bundesweiten Junior-Projekt vom Institut der Deutschen Wirtschaft teil, opfern ihre Freizeit, um sich als Unternehmer zu beweisen. Ihr Produkt: Innovative Ordnermappen aus Filz (mittlerweile auch Gummi), dazu Handyhüllen und Schlüsselanhänger – alles in Trier produziert, wahlweise an der Berufsschule für Erziehung, Hauswirtschaft und Sozialwesen oder von angehenden Modedesignern der Hochschule Trier. „Und wir bezahlen Mindestlohn. Faire Bezahlung ist uns wichtig“, sagt Vorstandschefin Laura Traut bei der Hauptversammlung von „Sew-Case“.
Das Thema soziale Verantwortung ist den Schüler-Unternehmer so wichtig geworden, dass sie eine eigene Abteilung für Nachhaltigkeit gegründet haben, ein Euro des Verkaufspreises von 25 Euro wird an die Aktion „Sternenkinder“ gespendet. Zudem gibt es nun Gespräche mit dem Energieanbieter Innogy, ob man die Ordnerhüllen auch mit Solarzellen bestücken kann, um diese dann als Powerbank (Akku) zum Beispiel für Handys verwenden zu können.
80 Ordnerhüllen wurden produziert, dass die hohen Qualitätsanforderungen eingehalten werden, dafür ist die Produktionsabteilung um Nicolas Poss zuständig. „Wir werden das Produkt nach erfolgreicher Markteinführung nun weiterentwickeln“, sagt der Produktionsleiter. Mehr als 500 Stunden ihrer Freizeit haben er und seine Mitstreiter mittlerweile in ihr Unternehmen investiert – dabei herausgekommen ist nun auch ein Onlineshop: Auf der Website www.sew-case.de können Interessenten die Produkte direkt online bestellen – und sich sogar personalisieren lassen, mit Namensschildern.
42 Ordnerhüllen und 24 Handyhüllen wurden bereits verkauft, die ungefähr gleiche Zahl ist noch auf Lager. Gemeinsam mit der Trierer Agentur Ensch-Media haben die Schüler ihr Logo entwickelt, sind dank Marketingchefin Anna-Lena Schmitt und ihren Kollegen sehr aktiv in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram. Dort gibt es zum Beispiel auch eine Galerie mit Anteilseignern – alle 90 Aktien wurden verkauft, unter anderem an Julia Klöckner, Katarina Barley oder viele Trierer Unternehmer. Ziel ist neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch der Junior-Landeswettbewerb Mitte Mai in Mainz. Dort stellen sich die Schüler-Unternehmen mit einem Stand und einer Bühnen-Präsentation den Jurymitgliedern.
(aus dem Trierischen Volksfreund Jan. 2018)
"Lehrling des Monats"
– wir gratulieren unserem Berufsschüler Adam Krapp herzlich zu dieser tollen Auszeichnung.
Seit 2019 ist Adam Krapp Schüler in der Klasse Kaufleute für Büromanagement, KBM19b. „Diese Auszeichnung durch die HWK können wir sehr gut nachvollziehen“, sagt Adams Klassenlehrerin Frau Barbara Bach. Schließlich sei Adam auch im Berufsschulunterricht überaus engagiert und sowohl bei seinen Mitschülerinnen und Mitschülern als auch bei den Lehrerinnen und Lehrern sehr beliebt. Was Adam Krapp über seine schulische Laufbahn und seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement erzählt, können Sie in diesem Artikel aus dem Trierischen Volksfreund nachlesen.

(0651) 718-2724